Wasser sparen
 
Bei der aktuellen Hitzewelle werden Erinnerungen an den Jahrhundertsommer 2003 wach. Der Grundwasserspiegel sinkt und zumindest kleinere Wasserversorger warnen vor Engpässen. Wasser sparen lautet daher das Gebot der Stunde. Der Fachverband für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern gibt Tipps, wie Verbraucher durchschnittlich 60 Liter Wasser am Tag einsparen, ihren Verbrauch nahezu halbieren und die Umwelt entlasten können.

Jeder Bürger in Deutschland gibt im Durchschnitt täglich 0,23 Euro für 127 Liter Trinkwasser aus. Pro Person belaufen sich damit die Trinkwasserkosten auf etwa 84 Euro im Jahr oder umgerechnet auf 0,4 Prozent des verfügbaren jährlichen Haushaltseinkommens. Der durchschnittliche Wasserpreis in Deutschland beträgt 1,77 Euro pro Kubikmeter (1000 Liter).

Allerdings nutzt der Bundesbürger nur zwei Prozent des Trinkwassers als Lebensmittel. Der Rest wird zum Waschen, Putzen, Duschen und als Spülwasser für Toiletten verwendet.

Lieber Duschen als Baden

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die helfen, im Haushalt sinnvoll und sparsam Wasser zu verbrauchen. So macht ein Vollbad im Schnitt 140 Liter aus, beim Duschen fließen dagegen etwa 20 Liter in der Minute. Daher sollte beim Einseifen das Wasser abgestellt werden. Durchflussbegrenzer mit Strahlregler am Hahn oder Duschkopf senken zusätzlich die Wassermenge. Solche Begrenzer sind mit etwa fünf Euro relativ günstig im Preis und leicht anzubringen.

Spararmaturen lohnen sich

Das Spülen der Toilette verbraucht pro Person täglich bis zu 50 Liter bestes Trinkwasser. Mit zeitgemäßer Sanitärtechnik, zum Beispiel Spülkasten mit Sparfunktion, lässt sich dieser Wert erheblich verringern. Der Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage spart ebenfalls Trinkwasser für die WC-Spülung und schont die Umwelt.

Überprüft werden sollte auch die Dichtung an den Armaturen: Denn ein tropfender Hahn kann innerhalb von zehn Tagen immerhin 170 Liter Wasser verschwenden.


 
 
 
 
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